Jasnogórski Obraz Matki Bożej z Dzieciątkiem Jezus otrzyma od Narodu Polskiego nowy płaszcz i nowe korony. Ta wyjątkowa uroczystość, odbędzie się w najbliższą sobotę, dnia 4 września 2010 roku.
Sanktuarium der Geburt und Taufe der hl. Schwester Faustyna
Roman-Catholic Parish Dedicated to St. Kazimierz
99-140 Świnice Warckie
ul. Św. Faustyny 3
swinice@diecezja.wloclawek.pl
Parish account:
LBS STRZAŁKOWO O/ŚWINICE
Nr 57 8543 0000 2004 4000 1775 0001
Swinice Warckie (ursprünglich Swience) wurde im Jahre 1301 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die örtliche Überlieferung schreibt die Gründung dieses Dorfes dem Gnesener Erzbischof Jakob Świnka zu. Aus dem Jahre 1458 stammt die einzige historische Erwähnung, in der Świnice als Stadt bezeichnet wird. Später firmiert es bereits als Dorf im Besitz eines Adeligen. Die hiesige Pfarrei wurde in der 2. Hälfte des 13. Jh. gegründet. Die erste Pfarrkirche, St. Gotthard, entstand zusammen mit der Pfarrei. Die heutige Pfarrkirche, St. Kasimir (św. Kazimierz), wurde mit Mitteln aus der Stiftung von Kazimierz Karwowski, dem Gutsbesitzer des Dorfes, 1859 erbaut (1882 geweiht). In dieser Pfarrei wurde die hl. Schwester Faustyna Kowalska geboren. In der bereits erwähnten Kirche wurde sie getauft, hier empfing sie die Erstkommunion. Das Taufbecken und der Beichtstuhl der Kirche sind Andenken, die sich mit ihr verbinden. Im Dorf Głogowiec, das zur Pfarrei gehört, befindet sich das Elternhaus der hl. Schwester Faustyna - heute ein bescheidenes Museum. Auf dem Friedhof der Pfarrei wiederum haben die Eltern der Heiligen ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Familie, Kindheit und Jugend der hl. Schwester Faustyna
Helena Kowalska, die im Orden S. Maria Faustyna hieß, war das dritte von zehn Kindern von Stanisław (gest. 1946) und Marianna Kowalski (gest. 1965). Ihr Vater stammte aus Świnice Warckie, aus dem sog. Zagórze. Als Junggeselle arbeitete er in einer Brauerei im nahe gelegenen Dąbie an der Ner, wo er seine spätere Frau Marianna Babel kennen lernte. Die Hochzeit von Stanisław und Marianna fand am 28. Oktober 1892 statt, als sie heirateten war er 25 Jahre und sie 18 Jahre alt. Nach der Hochzeit kauften sie einige Morgen unfruchtbares Land in Głogowiec, wo sie im Jahre 1900 ein Haus mit einer Stube, einer Küche und einer Tischlerwerkstatt bauten. In der Nähe des Hauses befanden sich ein Brunnen und ein Heiligenbild, das in einem Birnbaum hing. Eine große Glaubensprüfung für das junge Ehepaar war der fehlende Nachwuchs. Erst nach 10 Jahren kamen nacheinander die Kinder Józefa, Ewa, Helena (die spätere Schwester Faustyna), Kazimiera (starb im Kindesalter), Natalia, Bronisława (auch im Kinderalter verstorben), Stanisław, Mieczysław, Lucyna und Wanda zur Welt.
Die kleine Helena wurde am 25. August 1905 geboren. Da sie als schwächlich galt, wurde sie vom damaligen Pfarrer, Priester Józef Chodyński (sein Grab befindet sich auf dem örtlichen Friedhof), schon zwei Tage nach ihrer Geburt in der Kirche von Świnice Warckie getauft. Der Taufschein wurde in russischer Sprache ausgestellt, weil es die Zeit der Teilungen Polens war. Unter dem Taufschein steht die deutliche Unterschrift des Vaters, was davon zeugt, dass er schreiben konnte. Die künftige Heilige zeigte schon als kleines Kind eine große Neigung zum Gebet und stand sogar nachts auf, um zu beten. Sie brachte auch anderen Kindern das Beten bei. Im Alter von sieben Jahren hörte sie zum ersten Mal die Stimme Gottes in ihrer Seele, als sie zu einer Vesperandacht in der Kirche war (vgl. TB 7). Während der Erstkommunion hatte sie das Gefühl der tatsächlichen Gegenwart Jesu in ihrer Seele.
Mit zwölf Jahren kam sie 1917 in die Volksschule von Świnice Warckie. Sie war eine sehr gute Schülerin, aber sie besuchte die Schule nur 3 Jahre lang, weil sie jüngeren Kindern Platz machen musste. Ihr Aufenthalt in der Schule war auch mit Erniedrigungen verbunden, weil ihre Armut ins Auge fiel.
Als sie 16 Jahre alt war, trat sie bei der Familie Bryszewski in Aleksandrów Łódzki in Dienst. Hier sah sie zum ersten Mal eine große Helligkeit. Damals kehrte sie nach Hause zurück und bat die Eltern um ihre Zustimmung, ins Kloster eintreten zu dürfen, aber der Vater lehnte dies entschieden ab. Sie ging erneut in Dienst, diesmal in Łódź. Im Alter von 18 Jahren bat sie ihre Eltern ein zweites Mal darum, einem Leben im Orden zuzustimmen, aber wieder wurde ihr die Erlaubnis dazu verweigert. Nach dieser abschlägigen Entscheidung beschloss sie, die Stimme der Berufung in sich zu betäuben. Am 2. Februar 1923 begann sie mit der Arbeit bei Marcjanna Sadowska in Łódź und diente dort bis zum 1. Juli 1924. In dieser Zeit standen auch zwei ihrer Schwestern in Łódź in Dienst. Mit ihnen und mit einer Freundin ging sie zu einem Tanzvergnügen in den Park "Wenecja" (der heutige Slowacki-Park). Während der Veranstaltung erschien ihr der leidende Jesus, der sie aufforderte, der Stimme der Berufung zu folgen. Als sie im Hl.-Stanislaus-Dom in Łódź in der Haltung des Gekreuzigten auf dem Boden lag, hörte sie eine Stimme, die ihr sagte, sie solle nach Warschau fahren, um dort ins Kloster einzutreten. Ein ganzes Jahr lang arbeitete sie, um für die erforderliche, bescheidene Aussteuer zu verdienen. Am 1. August 1925 trat sie durch die Pforte des Ordenshauses der Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Warschau, in der Żytnia-Straße. Nach Hause und in die elterliche Pfarrei kehrte sie nur ein einziges Mal zurück, als sie im Jahre 1935 ihre kranke Mutter besuchte.
Ordensleben und Sendung der hl. Schwester Faustyna
Im Kloster lebte sie - als S. Maria Faustyna - 13 Jahre, wobei sie in verschiedenen Häusern der Kongregation als Köchin, Gärtnerin und Pförtnerin arbeitete, am längsten in Płock, Wilna und Krakau. Diese einfachsten Dienste erfüllte sie mit größter Hingabe, indem sie sich bemühte, in ihnen die Liebe Gottes zu entdecken und diese mit ihrem persönlichen Einsatz zu beantworten. Sie erkrankte an Lungen- und Darmtuberkulose. Darüber hinaus ertrug sie auch große geistige Leiden, weil sie ihr Leben für die Sünder zum Opfer gebracht hatte, insbesondere für diejenigen, deren Erlösung gefährdet war. Schwester Faustyna, deren Leben am Anschein nach grau und eintönig war, führte ein ungewöhnlich tiefes mystisches Leben. Ihr wurde viele außergewöhnliche Gnaden zuteil, u. a. die Gabe der Kontemplation, verborgene Wundmale, Bilokation, Prophetie, Lesen in menschlichen Herzen, wobei sie die Gipfel der Vereinigung mit Gott auf Erden erlangte.
Schwester Faustyna starb im Kloster der Kongregation in Krakau-Łagiewniki am 5. Oktober 1938. Während des Zweiten Weltkrieges nahm der Ruhm ihrer Heiligkeit schnell zu, weil die Menschen durch ihre Fürsprache viele Gnaden erbaten. Jesus Christus erwählte sie als Sekretärin und Apostelin Seiner Barmherzigkeit, um durch sie der Welt die große Botschaft zu verkünden. Im Alten Testament - sprach Er zu ihr - habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt, heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit (TB 1588).
Die Sendung der Schwester Faustyna beruht auf drei Aufgaben:
- der Welt die in der Heiligen Schrift geoffenbarte Wahrheit von der barmherzigen Liebe Gottes zu jedem Menschen näher zu bringen und zu verkünden,
- die Barmherzigkeit Gottes für die ganze Welt zu erbitten, u. a. durch die von Jesus empfohlenen neuen Kultformen der Barmherzigkeit Gottes: das Bild des Barmherzigen Jesus mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich, das Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern, der Rosenkranz zur Barmherzigkeit Gottes, das Gebet in der Stunde der Barmherzigkeit (1500 Uhr),
- die Inspiration einer apostolischen Bewegung der Barmherzigkeit Gottes, die die Aufgabe übernimmt, die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden und für die Welt zu erbitten und die - auf dem von der hl. Schwester Faustyna gezeigten Weg - nach Vollkommenheit strebt. Dieser Weg beruht auf einer Haltung kindlichen Vertrauens zu Gott, das sich in der Erfüllung Seines Willens ausdrückt sowie auf einer Haltung der Barmherzigkeit gegenüber den Nächsten.
Die Sendung der heiligen Schwester Faustyna wurde in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie auf Wunsch von Jesus und von ihren Beichtvätern führte. Sie schrieb dort alle Wünsche, die Jesus ihr gegenüber äußerte, getreulich nieder und beschrieb auch die Begegnungen ihrer Seele mit Gott. Sekretärin Meines tiefsten Geheimnisses - sprach Jesus zu ihr - du hast die Aufgabe, alles aufzuschreiben, was Ich dich über Meine Barmherzigkeit erkennen lasse und zwar zum Nutzen der Seelen, die diese Schriften lesen. Sie erfahren in ihrer Seele Trost und Mut, sich Mir zu nähern (TB 1693). Schwester Faustyna starb in Krakau am 5. Oktober 1938 im Alter von nur 33 Jahren, aufgezehrt durch Krankheit und verschiedene Leiden, die sie als freiwilliges Opfer für die Sünder auf sich genommen hatte, in voller geistiger Reife.
In den Jahren 1965-1967 wurde in Krakau der Informationsprozess über ihr Leben und ihre Tugenden durchgeführt, 1968 wurde in Rom der Prozess der Seligsprechung eröffnet, der im Dezember 1992 beendet war. Am 18. April 1993 wurde Schwester Faustyna vom Heiligen Vater Johannes Paul II. auf dem Petersplatz in Rom seliggesprochen, und am 30. April 2000 fand ihre Heiligsprechung statt. Ihre Reliquien ruhen im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki. Die heilige Schwester Faustyna erinnert die Welt von heute an die große Glaubenswahrheit, dass Gott der Vater der Barmherzigkeit ist, und zeigt, wie man Gott suchen soll und Ihn im grauen Alltag finden kann.




